Aktuelles zum Lausitzer Wolfsvorkommen

Wolfsvorkommen

Aktuell leben vierzehn Wolfsfamilien oder -paare in der Lausitz; neun davon in Sachsen, vier in Brandenburg und ein Rudel (Spremberg) hat sein Territorium sowohl auf brandenburgischem als auch auf sächsischem Gebiet.

In Sachsen konnte Ende Juli 2013 ein neues Wolfsrudel nachgewiesen werden. Der im Rahmen einer Managementmaßnahme besenderte Wolf MT5 („Timo“) aus dem Nochtener Rudel hält sich seit Anfang des Jahres unweit der A4 im Süden des ehemaligen Daubaner Wolfterritoriums auf (Kontaktbüro berichtete). Durch die Besenderung der Daubaner Fähe (FT9, „Frieda“) fiel auf, dass das Daubaner Rudel die Gebiete rings um die Hohe Dubrau offensichtlich nicht mehr nutzt, sondern sein Territorium nach Nord-West verschoben hat. Zwischen dem Daubaner Territorium und der A4 hat nun MT5 („Timo“) eine eigene Familie gegründet, wie Fotofallenaufnahmen eines Welpen aus diesem Gebiet zeigen. Die neue Wolfsfamilie erhielt die Bezeichnung „Kollmer Rudel“. Bis jetzt konnte für das Jahr 2013 im Rahmen des Wolfsmonitorings in acht Lausitzer Wolfsrudeln Reproduktion bestätigt werden: Daubitz, Niesky, Nochten, Dauban, Milkel, Kollm, Seenland und Spremberg. Für eine Angabe der Anzahl von Welpen pro Rudel ist es noch zu früh. In den Sommermonaten liegt der Schwerpunkt des Wolfsmonitorings auf der Suche nach Welpenhinweisen. Es wird dabei versucht, die Bestätigung des Wolfsnachwuchses in Form von dokumentierten Spuren, Fotos oder Filmaufnahmen zu erbringen. In Sachsen erfolgt das Wolfsmonitoring entsprechend des Managementplans für den Wolf.

Tote Wölfe

Im Jahr 2013 wurden bislang zwei Wölfe tot aufgefunden. Mitte Januar starb ein Welpe des Nieskyer Rudels auf der B115 nördlich von Niesky (Landkreis Görlitz) bei einem Verkehrsunfall. Mitte März wurde „Einauge“, die alte Wölfin des Nochtener Rudels und vermutlich älteste freilebende Wölfin Deutschlands, bei Mücka (Landkreis Görlitz) tot aufgefunden (Kontaktbüro berichtete).

Nutztierschäden

Von Januar bis Juli 2013 wurden dem Sächsischen Wolfsmanagement zwölf Vorfälle mit Nutztierschäden gemeldet. Davon konnte in fünf Fällen der Wolf als Verursacher festgestellt bzw. nicht ausgeschlossen werden. Bei diesen fünf Fällen wurden insgesamt zwölf Nutztiere getötet und zwei weitere verletzt. In drei der fünf Fälle waren die Nutztiere nicht oder unzureichend geschützt.

Hinweis Nutztierschäden, Informationen zu toten Wölfen sowie zu Reproduktionsnachweisen werden zeitnah auf der Internetseite des Kontaktbüros (www. wolfsregion-lausitz. de) eingestellt.

Foto: Copyright Wildbiologisches Büro LUPUS

Quelle: Presseinformation des Kontaktbüros "Wolfsregion Lausitz" www. wolfsregion-lausitz. de